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Intensive Beratungen zur Situation der deutschen Sprache in Kasachstan

Intensive Beratungen zur Situation  der deutschen Sprache in Kasachstan

Bereits zum 15. Mal tagte am 11. Juli 2017 die Deutsch-Kasachische Regierungskommission, die sich mit den Angelegenheiten der ethnischen Deutschen in Kasachstan befasste.

Die Sitzung wurde von Hartmut Koschyk MdB, dem Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, und dem Stellvertretenden Minister für Auswärtige Angelegenheiten der Republik Kasachstan, Roman Vassilenko, geleitet. Der deutschen Delegation gehörten auch die Abgeordneten des Deutschen Bundestages Karin Strenz sowie der aus Kasachstan stammende Bundestagsabgeordnete Heinrich Zertik an.

Die Sitzung war nur eine von zahlreichen Veranstaltungen mit deutscher Beteiligung im Zusammenhang mit der EXPO-2017 und dem deutschen Nationentag am 12. Juli
2017. Beauftragter Koschyk: „Ich freue mich sehr, dass ich in diesem Jahr nicht nur mit meinem Ko-Vorsitzenden, dem Vize-Außenminister Vassilenko, die Deutsch-Kasachische Regierungskommission leiten durfte, sondern die Gelegenheit zum Besuch der zum ersten Mal in Zentralasien stattfindenden EXPO hatte. Besonders beeindruckt hat mich auch die Präsentation der Kasachstandeutschen im Rahmen des deutschen Nationentages, der heute von Bundespräsident Steinmeier eröffnet wurde.“

Die Beratungen verliefen in einer angenehmen Arbeitsatmosphäre und verdeutlichten das gemeinsame Interesse beider Länder, den Bürgern deutscher Herkunft Kasachstans eine dauerhafte Lebensperspektive in Kasachstan bieten zu können. Die deutsche Seite unterstützt die deutsche Minderheit in Kasachstan durch eine finanzielle Förderung von etwa 1,7 Millionen Euro jährlich. Die Arbeit erfolgt in verschiedenen Arbeitsfeldern, die u.a. die Bewahrung der deutschen sprachlichen und kulturellen Identität, die Einbeziehung der Jugend und die soziale Unterstützung der bedürftigen deutschstämmigen Bevölkerung zum Ziel haben.

Zukunftsfeste Organisationsstruktur

Die Kommission befasste sich auch mit der Situation der Selbstorganisation und begrüßte die Wahl der neuen Interimsvorsitzenden Swetlana Korneewa. Sie dankte dem bisherigen Vorsitzenden Alexander Dederer für seine geleistete Arbeit und die Verdienste um die ethnischen Deutschen Kasachstans und ermunterte die Assoziation der gesellschaftlichen Vereinigungen der Deutschen Kasachstans (AgVDK) „Wiedergeburt“, auf dem Weg der Konsolidierung weiter voranzuschreiten und sich eine neue zukunftsfeste Organisationsstruktur zu geben.

Erneut war die Rolle der deutschen Sprache in Kasachstan zentrales Thema der Kommissionssitzung. In den letzten Jahren ist die deutsche Sprache immer weiter zugunsten des Englischen, Russischen und Kasachischen zurückgedrängt worden. Daher hatte die Deutsch-Kasachische Regierungskommission in ihrer 14. Sitzung empfohlen, vor dem Hintergrund der Bedeutung des deutschen Sprachunterrichts für die Kasachstandeutschen sowie für die weitere Entwicklung der wirtschaftlichen Beziehungen eine Arbeitsgruppe zur Popularisierung der deutschen Sprache einzusetzen.

Sonderregelung für Deutsch in PASCH-Schulen

Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe, der deutsche Botschafter in Kasachstan Rolf Mafael, erläuterte die bisherigen Ergebnisse. Die Kommission zeigte sich sehr erfreut über die Zusicherung des kasachischen Bildungsministers, in den neuen Lehrplänen eine Sonderregelung aufzunehmen, wonach die Schulen des Partnerschulnetzwerks mit verstärktem Deutschunterricht (sogenannte PASCH-Schulen) Deutsch künftig als reguläres Schulfach mit fünf Wochenstunden unterrichten dürfen.

Beauftragter Koschyk: „Es ist ein beeindruckender Erfolg der Arbeitsgruppe, dass das Bildungsministerium der Republik Kasachstan eine Ausnahmeregelung schaffen wird, die im Sprachbereich nur für Deutsch und für die PASCH-Schulen vorgesehen ist. Dies ist auch der Hartnäckigkeit der AgVDK zu verdanken, die stets auf die Wichtigkeit des deutschen Sprachunterrichts hingewiesen hat.“

Thomas Helm, der Leiter des Länderbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung in Kasachstan, stellte der Kommission den Sachstand einer von der Konrad-Adenauer-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Kasachischen Universität erarbeiteten Studie zum Zusammenleben ethnischer Gruppen in Kasachstan vor. Die Kommission äußerte großes Interesse an den Ergebnissen dieser Studie, die Erkenntnisse zur Lebenssituation der Kasachstandeutschen und Angehöriger anderer Nationalitäten bringen wird.

Zum Ausklang der Regierungskommission überreichte der Beauftragte der Bundesregierung Hartmut Koschyk dem Ko-Vorsitzenden Vizeminister Roman Vassilenko ein Exemplar des Buches „Geschichte und Kultur der Deutschen in Kasachstan“. Das umfangreiche Werk, das mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums des Innern vom Göttinger Arbeitskreis in Zusammenarbeit mit der Selbstorganisation herausgegeben wurde, gibt erstmals einen Gesamtüberblick über die Geschichte der Kasachstandeutschen. Koshyk.de

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